San Francisco in zwei Tagen

San Francisco gehört mit Abstand zu einer der bekanntesten Städte der USA. Die Golden Gate Bridge ziert jede Menge Poster, Werbeplakate oder dient in berühmten Filmen der Eingangsszene.

Nach San Francisco führte uns unsere Westküstenreise für zwei Nächte. Es war wirklich schwer, im Vorfeld die Entscheidung zu treffen, wo wir wie lange bleiben möchten. Im Nachhinein stellten wir dann fest, dass für die eine oder andere Stadt doch ein paar Tage mehr oder auch weniger gut gewesen wären. 

Bei San Francisco waren wir uns anfangs unschlüssig. Es gibt die Los Angeles und die San Francisco Liebhaber – aber meist in gespaltenen Lagern… Los Angeles lag nun schon hinter uns und war doch etwas anders als erwartet.

Anreise & Unterkunft

Als wir in San Francisco ankamen, lag Los Angeles schon hinter uns und die Feststellung, dass diese Metropole so ganz anders ist, als mein geliebtes New York. Wir fuhren aus südlicher Richtung in die Stadt, was eine kostengünstige Methode ist, aber bei uns schlicht und einfach damit zu tun hatte, dass wir aus dem Süden kamen… Aus nördlicher Richtung fährst du über die Golden Gate Bridge in die Stadt, was möglicherweise ganz nice ist, aber eben Mautgebühren kostet. Während aber der Weg aus der Stadt über die weltbekannte Brücke kostenlos ist. 

Der Financial District von San Francisco, wo wir unser Hotel (sehr empfehlenswert: Club Quarters Hotel) gebucht hatten, erinnerte mich auf den ersten Blick sehr stark an Manhattan und zauberte mir sofort ein Lächeln ins Gesicht. Ich dachte mir gleich, dass wir „Freunde“ werden.

Mit dem Auto unterwegs

Das Zentrum von San Francisco ist recht eng und dicht bebaut, daher kommst du mit einem Auto nicht um das Parken in Parkhäusern rum. Wer in San Francisco mit seinem Roadtrip startet, dem würde ich empfehlen, das Auto erst am Abreisetag abzuholen. In der Stadt selbst kommst du mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und zu Fuß wesentlich schneller und stressfreier ans Ziel.

Shopping

Tatsächlich sind wir wie so oft zu Fuß unterwegs gewesen. Am ersten Abend sind wir noch ziemlich weit bis Lower Haight spaziert, um dort den Flagship Store von Peak Design zu besuchen – einem Shop für Fototaschen und Zubehör. Seitdem mein Mann zu Weihnachten eine Fototasche von diesem Label bekommen hat, ist er schwer verliebt und musste natürlich in der Basis dieses Herstellers noch ein klitzekleines Andenken kaufen – einen riesengroßen Rucksack. Erübrigt sich jetzt wenigstens jegliche Befürchtung, er benötigt demnächst eine weitere Tasche. Wenn du dich auch für Fotografie interessierst, würde ich dir einen Besuch in diesem Laden sehr empfehlen.

Wenn du dann schon mal bis zur Haight Street gekommen bist, dann bleib doch gleich hier. Die Gegend ist voll von kleinen netten Shops für allerlei von Klamotten bis Accessoires und Krimskrams, außerdem reiht sich hier eine Bar an die nächste, die ausgehfreudigen Amerikaner sitzen drinnen und draußen, essen, plaudern, trinken. Es herrscht eine so angenehme Stimmung, dass man sich sofort dazusetzen möchte.

Food

Wir waren aber noch auf der Jagd nach ein paar Kleinigkeiten für ein schnelles Frühstück im Hotel am nächsten Morgen, also sind wir zum Whole Foods Market gegangen. Leider mussten wir feststellen, dass das vegane Angebot dort nicht so umfangreich war, wie in Los Angeles. Ein paar Basics konnten wir aber kaufen, z.B. unseren „Urlaubs-Lieblings-Kaffee“ von Califia Farms mit Mandelmilch. Außerdem gab es hier bei Whole Foods auch leckere vegane Pizza und veganes Sushi an der Bedienungstheke. Somit war das Abendessen schneller und unspektakulärer gelöst, als wir dachten.

Fishermans Wharf

Am Fishermans Wharf kann man vor allem eins sehr gut: Seelöwen angucken am Pier 39, wie sie sich die Sonne auf den Pelz scheinen lassen, hin und wieder ein paar Showeinlagen für die Touris präsentieren – ja, ich glaube fest daran, dass diesen Tieren das Entertainment im Blut steckt und sie inzwischen durch jahrelange Übung wissen, was die Touristen sehen wollen.

Aber im Ernst, so viele Seelöwen auf einem Haufen wirst du nur an dieser Stelle zu sehen bekommen.

Fishermans Wharf ist aber eigentlich die gesamte Hafengegend, einige typische Fischrestaurants sind noch vorhanden, ansonsten ist alles sehr überfüllt mit Touristen und passenden Attraktionen. Dazwischen, recht typisch für die Stadt, immer wieder sehr viele Obdachlose, die in dem Gewirr der Touristen untertauchen und die eine oder andere arglos weggeworfene Pfandflasche einsammeln.

Nach einem kurzen Spaziergang entlang des Hafens trafen wir mitten in eine chinesische Parade mit allem Drum und Dran. Kein Wunder bei der großen chinesischen Community in San Francisco – da gibt es immer etwas zu feiern. Nach China Town führt uns aber später noch unser Weg.

Streets of San Francisco

Vom Hafen bewegten wir uns Richtung Lombard Street, die bekannt ist für den Teil, der mit schrecklich vielen sehr engen Kurven steil den Hügel hinauf geht. Witzigerweise kommen wirklich zahlreiche Autos mit Touristen und Smartphones angefahren und steuern diese Straße hinab. Wir setzten unseren Fußweg die Hyde Street hinauf und schließlich (irgendwann) auch hinab fort. Und wie es dann so ist: erwartet einen auch eine Belohnung!

Veganes Café

Im Nourish Café in der Hyde Street haben wir uns dann von einem großen Stück Schokoladenkuchen und Cappuccino verführen lassen. Aber hier gibt es noch viel mehr. Cafés in den USA sind ja nicht zwangsläufig mit Cafés in Deutschland zu vergleichen. Es handelt sich eher um Bistros mit kleinen Mahlzeiten und Snacks und ganz nebenbei gibt es meist auch Kaffee und Kuchen.

China Town

San Francisco beherbergt die größte chinesische Community und das größte China Town außerhalb Asiens. Das merkt man auch sofort. Allein der Zugang, gesäumt von einem Drachentor macht Eindruck. Weiter geht es mit vielen typischen asiatischen Läden, überall mit chinesischen Schriftzeichen. Du wirst keinen Ort in der gesamten Stadt finden, an dem du dich so wenig wie in den USA fühlst. Wunderbar! Und auch, wenn die Chinesen nicht dafür berühmt sind, vegan zu leben, haben wir dort unser Abendessen gefunden bei Enjoy Vegetarian.

Was wir noch gesehen hätten bei einem längeren Aufenthalt:

  • Painted Ladies
  • Alcatraz
  • Fahrt mit den Cable Cars
  • Mit dem Fahrrad durch San Francisco
  • Und natürlich: noch ein paar vegane Locations ausprobiert!

Nice to know:

Location

  • Die geographische Lage von San Francisco sorgt dafür, dass es hier nie so richtig heiß ist. Es gibt immer eine kühlende Brise. Die klimatischen Bedingungen sorgen auch dafür, dass es viel Nebel gibt. Zwiebellook ist auch hier angebracht!
  • Die Obdachlosigkeit hatte ich ja schon bei Los Angeles erwähnt. In San Francisco haben wir das aber noch viel schlimmer erlebt. Sehr viel Homeless People auf den Straßen und dazwischen auch viele Gangs, u.a. mit Drogendealern und Prostitution. Man wird auch sehr oft angesprochen – die Einheimischen ignorieren das elegant und gehen einfach an diesen Menschen vorbei. Als Tourist bist du hin und her gerissen zwischen soviel bedürftigen Personen und andererseits deiner eigenen Sicherheit.

Lebensmittel

  • Die Supermärkte in SFO haben leider nicht so ein gutes veganes Sortiment. Um sicher zu gehen, lohnt sich immer ein Weg zu Whole Foods. Dort gibt es manchmal in der Frischetheke auch vegane Pizza Slices, die ganz gut schmecken, sowie veganes Sushi. Der Mittagssnack oder das kleine Abendessen sind somit gesichert!

Fazit

San Francisco solltest du auf jeden Fall bei deinem Westcoast Trip berücksichtigen. Im direkten Vergleich mit den anderen Städten entlang der Westküste ist San Francisco definitiv anders und sehenswert. Anders, weil hier nicht wirklich das California Feeling aufkommt, aber sehenswert wegen einer Menge historischer Sehenswürdigkeiten und den verrückten steilen Straßen.

Streetphotography by Peeraphotography

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2018-07-19T20:03:23+00:00Juli 18th, 2018|Categories: Travel|Tags: , , , , , , , , , , |

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