Gastbeitrag: Radfahren in Taiwan

Aus November wird Dezember, in Deutschland fällt schon der erste Schnee. Vor genau zwei Jahren radelte ich zu dieser Zeit noch entlang Taiwan’s beeindruckender Küste. Ich freue mich sehr darüber, euch heute ein wenig davon als Teil von Ramonas Adventskalender-Aktion erzählen zu dürfen. Taiwan, ein kleiner Inselstaat neben China, der von China selbst nie als unabhängig anerkannt wurde, auf dem jedoch seine eigenen Regeln und Einreisebestimmungen herrschen.

Nachdem ich zuvor Südostasien und China bereist hatte, fühlte ich mich in Taiwan gleich heimisch. Obwohl die Insel einer der östlichsten Punkte unserer eurozentrischen Weltkarte darstellt, so fühlte es sich hier doch überraschend westlich an. Alles ist hochtechnisiert, teure, deutsche Autos fahren auf den gut ausgebauten Straßen (Mercedes, Audi, BMW, …). Es wird wenig gehandelt; das meiste kaufte ich in Supermärkten oder Shopping-Centern ein. Darüber hinaus ist Taiwan eines der sichersten Länder der Welt — wo soll man sich denn auch verstecken, wenn mensch die komplette Insel mit dem Auto an nur einem Tag umrunden kann? So bin ich getrampt, geradelt und habe gecouchsurft. Ganz alleine. Als Frau.

Von einem dieser Abenteuer, dem Radfahren, möchte ich euch heute etwas mehr berichten. Erst mal, wie kam es denn eigentlich dazu? Ich bin nach Taiwan geflogen, um dort eine ehemalige Mitbewohnerin von mir zu besuchen. Sie hat mir dann erzählt, wie sie als Jugendliche viel in den Bergen wandern war und wie sie die komplette Insel mit dem Fahrrad umrundet hat. Sie erzählte mir, wie sich die Vegetation und das traditionelle Essen von Region zu Region verändert und wie gastfreundlich doch die Menschen waren, wie sie sogar eine Nacht in einer Zuckerfabrik übernachten durfte.

Das hat mich so fasziniert, dass ich es selbst ausprobieren wollte. Schon vor meiner Ankunft in Taiwan hatten mir Reisende in Laos davon berichtet, wie sehr sich die Insel zum Fahrradfahren eignet. Ich ließ daraufhin meinen Rückflug nach 2 Wochen verfallen und verbrachte insgesamt 5 Wochen auf der vielfältigen Insel.

Ich hatte große Pläne: Ich wollte an der Ostküste entlang radeln und mich auch an einigen Bergen versuchen. Ich liebe Berge, die hügelige Aussicht, das Siegesgefühl, wenn man es bis an die Spitze geschafft hat. Ich suchte Herausforderungen, wollte mich an meine Grenzen bringen, und fand sie hier.

Zunächst um die eventuell entstandene Angst schon im Vorhinein zu nehmen: auch als Radfahr-Anfänger kommst Du in Taiwan ganz auf Deine Kosten. Entlang der Küste ist es relativ flach. Besonders zu empfehlen ist hier die Ostküste, in der es viel Natur zu erleben gibt und wenige große Städte. Es gab meist einen abgetrennten Fahrradstreifen oder gar einen eigenen Fahrradweg, wo immer ich auch langfuhr.

Ein Überzeugungspunkt, warum sich eine Radtour gerade in Taiwan lohnt, ist der taiwanische Fahrradhersteller Giant. Denn dieser verleiht quasi für einen „Appel und ein Ei“ qualitativ sehr hochwertige Fahrräder.

Lust bekommen? Hier gibt es mehr Infos!

Mehr über Explorer on a budget

Hallo zusammen! Ich bin Korinna, ursprünglich aus der Eifel, jetzt wohnhaft in Stuttgart. Auf meiner Webseite schreibe ich über das Reisen und über eine nachhaltige Lebensweise. Ich liebe das Abenteuer und bin gerne abseits bekannter Routen in der Natur unterwegs. Aktuell habe ich das langsame Reisen für mich entdeckt, jeden Moment wertzuschätzen und bewusst zu erleben.

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Ein dickes Dankeschön an Korinna!

So ein schöner Artikel über das Radeln in Taiwan, da bekomme ich sofort Lust den Urlaub fürs nächste Jahr zu planen… Danke für diesen Input!

Alle Fotos des Artikels wurden von Korinna von Explorer on a budget  für diesen Artikel zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank!
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